Szeged
Ungarn
(Szeged bitte
richtig mit scharfen S sprechen !
mit Sch gesprochen, bedeutet dieses Wort die weniger feine Art
von "dein Allerwertester")
NEU - Anreise - INFO per 10.12.05
Autobahnen verlängert
- In 4 Stunden von Wien nach Szeged
Am 10. Dezember 2005 – zwanzig Tage früher als geplant – wurde das neue 45 km lange Autobahnteilstück von Kiskunfélegyháza bis in die südostungarische Theißstadt Szeged dem Verkehr übergeben. Damit ist nunmehr die M5 von Budapest durchgehend bis in die drittgrößte Stadt Ungarns befahrbar. Die letzten 15 km bis zur Grenze bei Röszke werden bis März 2006 fertig gestellt.
Mit der Eröffnung des neuen Autobahnabschnittes ist nun der Südosten Ungarns von Budapest in knapp 1,5 Stunden erreichbar, von Wien in nur 4 Stunden. Damit beginnt auch eine neue Zeitrechnung für den Tourismus im bisher noch wenig bekannten Südosten Ungarns, der eine große Vielfalt an Möglichkeiten zu bieten hat. Nationalparks, der Nationale Gendenkpark Ópusztaszer an der Wiege Ungarns, die großartigen Städte der Südlichen Tiefebene und natürlich Szeged, eine der schönsten Städte Ungarns.
Die einstige Insel am Zusammenfluss von Theiß und Maros war Jahrtausende lang einer der wichtigsten Umschlagplätze für Salz aus Siebenbürgen. In späteren Jahrhunderten, nach den Napoleonischen Kriegen, wurden die Stadt und ihr Umland aufgrund des milden Klimas zum Zentrum des Paprikaanbaus, der bis heute eine bedeutende Rolle spielt. Nach dem Hochwasser im Frühjahr 1879, bei dem nur 265 Häuser von über 5000 erhalten blieben, wurde die Stadt mit Hilfe anderer europäischer Hauptstädte wieder aufgebaut, sodaß das Stadtbild heute überwiegend die Architektur des ausklingenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts zeigt. Die Namen der zur Hilfe gekommenen Städte sind in den Abschnitten der großen Ringstraße sowie am Hochwasserdenkmal verewigt. Auch eines der schönsten Bauwerke, die Votivkirche mit der größten Orgel Ungarns, verdankt Szeged dem Hochwasser. Der Domplatz zählt zu den schönsten Plätzen Ungarns.
Szeged ist nicht nur die sonnigste Stadt Ungarns
(bis zu 2100 Sonnenstunden im Jahr), sondern gewissermaßen die lebhafteste,
dank einer großen Universität. Sie ist auch die Stadt des
Paprikas, der Salami und der würzigen roten Fischsuppe "halászlé".
Die Fische stammen aus der Tisza (Theiß), dem Fluss, der 1879 der Stadt einen
Vorgeschmack an Sintflut gab, als er die Ufer überschritt und den Großteil der
Innenstadt zerstörte.
Unter Bela IV. wurde Szeged Königliche Freistadt (13. Jh.) - dann folgten 120
Jahre Türkenherrschaft.
Stadtrundgang:
Stadtzentrum und einer der schönsten Plätze
Ungarns ist der große Széchenyi tér mit dem wunderschönen Rathaus.
Im Déry Haus befindet sich eine Dauerausstellung mit Werken
des Graphikers János Kass (Eingang Vár utca 7).
Ende Juli bis Mitte August finden hier in Südostungarn die "Szegeder
Freilichtspiele"statt. Ihre Besonderheit sind Aufführungen auf
dem Marktplatz, vor der eindrucksvollen Kulisse des Doms und
des Demetrius-Turms. Der Demetriusturm gehörte zu einer Kirche
aus dem 13. Jahrhundert - 1931 richtete man ein Nationales Pantheon mit
Darstellungen berühmter Persönlichkeiten aus Ungarns Kultur und Geschichte -
in Reliefs und Plastiken - ein. Die populären Figuren der Musikuhr erscheinen
nach dem mittäglichen Glockenläuten. Aber auch Orgelkonzerte, Ausstellungen
etc. werden angeboten.
Gegenüber des Doms liegen das Bischöfliche Palais und die Universität,
am Nordende des Domplatzes steht die serbisch-orthodoxe Kirche (1773-1778)
mit schöner von Jován Popovics aus Birnenholz geschnitzter Ikonostase
(mit 80 Ikonen).
1883 wurde das neobarocke Nationaltheater (Deák Ferenc utca
12) errichtet.
Der Kárász tér erinnert an die ungarische Unabhängigkeitsbewegung
- vom Balkon des Kárász-Hauses am Klauzál tér
hielt Lajos Kossuth 1849 seine letzte Rede in Ungarn, bevor er ins Exil ging.
Der Reök-Palast bezaubert durch seine naturalistische
Wasserlilienromantik (Tisza Lajos körút 56) .
Ein weiterer schöner Platz der Beachtung verdient ist der Dóm tér, mit der imposanten neoromanischen, von Doppeltürmen flankierten Votivkirche - heute Wahrzeichen der Stadt (zweitgrößte Orgel Europas - 10.180 Pfeifen).
Der ersten Synagoge von 1803
folgte 1843 der klassizistische Bau der heutigen Alten Synagoge.
Der mächtige Kuppelbau der Neuen Synagoge- nach Entwürfen von
Lipód Baumhorn - (Hajnóczy/ Ecke Gutenberg u.) im maurisch geprägten
Jugendstil ist eines der schönsten jüdischen Gotteshäuser Europas. Ihre
feierliche Atmosphäre beruht auf den Weiß-Gold-Blau-Tönen der Verzierungen
und Fenster sowie der herrlichen, das Universum darstellenden Glaskuppel. Die größte
Kirche der Tiefebene war im Mittelalter die spätgotische Szegediner
Klosterkirche der unteren Stadt (Kirche Maria Schnee) am Mátyás-Platz,
deren Gnadenbild eine Kopie der weltberühmten Tschenstochauer Mutter Gottes
ist. In der ehrwürdigen Virág-Konditorei (Klauzál tér 1)
trifft man sich zu sommerlichen Gesprächen, Veranstaltungen und Vorführungen.
Das Ferenc-Móra-Museum (Roosevelt tér 1-3) zeigt Exponate zu
den Themen Archaeologische Funde aus der Awarenzeit, Bildende Kunst,
Naturwissenschaften, Apotheken, Volkskunst des Komitats Csongrád sowie eine
Gedenkausstellung für den großen ungarischen Schriftsteller und
Museumsdirektor Ferenc Móra (1879-1934).
Die stadtgeschichtliche Sammlung des Burgmuseum-Lapidariums (Várkert)
ist im einzigen erhaltenen Teil der 1882 abgetragenen Szegeder Burg
untergebracht. Die Betriebshistorische Schau der Salamifabrik (Felsõ-Tiszapart
10) veranschaulicht den gesamten Fertigungsvorgang der beliebten Dauerwurst in
der Firma Pick.
die Historische Wasserwirtschaft-Gedenkstätte (Deichwärterhaus
an der Maros-Muendung) präsentiert Geschichte und Utensilien des
Hochwasserschutzes. Die Windmühle (Szeged-Kiskundorozsma) ist
eine der letzten ihrer Art in der Tiefebene.
Im südlichen Stadtteil befindet sich die kunsthistorisch bedeutendste
christliche Kirche und zwar der Alsóváros templom/Unterstädtische
Kirche - das Kircheninnere ist überwiegend barock geprägt. Das
1718-51 erbaute Ordenshaus beherbergt ein kirchengeschichtliches Museum.
Die Oberstädtische Kirche / Felsõváros mit Kloster
befindet sich in der Munkácsy Mihály utca 7.
Das Viertel rund um die Arany Janos utca ist als botanische Kuriosität von
ostasiatischen Ginkgos begrünt, am gegenüberliegenden Ufer in Újváros
(Neustadt) wurde ein Botansicher Garten / Botanikus kert gegründet.
Sehenswert sind die Planetarien exotischer Pflanzen, der Rosengarten und das
Arboretum (Arboretum = Parkanlage mit einem ausgesuchten Bestand
verschiedenartiger Baum- und Straucharten, zu deren wissenschaftl.
Beobachtung ).
Am anderen Theiß-Ufer gibt es ein Thermalschwimmbecken (Újszeged
= Neuszeged) wo in Csárdas köstliche Spezialitäten wie Aal-Poerkoelt oder
gebackener Wels, angeboten werden.
Nationaler
Gedenkpark Ópusztaszer
Ein Gedenkpark, der es wert ist, allein seinetwegen hierher zu kommen.
Tradition ist etwas, das tief in der ungarischen Bevölkerung verwurzelt ist.
Sie zeigt sich in lebendigem Brauchtum, in der Musik und den Tänzen der Volkes,
in der Küche und im überlieferten Kunsthandwerk. Wen wundert es da, dass die
Ungarn, die irgendwo aus den geheimnisvollen Tiefen der Mongolei ins
Karpatenbecken kamen, genau an jener Stelle in der Südlichen Tiefebene, wo 896
die Landnahme durch die Reiter Fürst Árpáds erfolgte, einen monumentalen
Gedenkpark errichteten.
Auf 55 Hektar findet sich ein
lebendiges Museum ungarischer Kultur und Lebensweise. Zentrum ist die Rotunde
mit wechselnden Ausstellungen und vor allem dem großartigen Rundgemälde
von 120m Länge und 15 m Höhe des Malers Árpad
Feszty, der darauf 1894 „Das Eintreffen der Magyaren“ festhielt.
Es stand lange Zeit in Budapest, wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört,
und ist nun, nach der mühevollen Restaurierung in Ópusztaszer zu bewundern.
Das Monumentalbild umgibt ein Rund von 38 m Durchmesser und scheint übergangslos
in die Landschaft davor zu fließen, eine Geräuschkulisse vor den einzelnen
Abschnitten erfüllt die überaus lebendig gestalteten Landschaften und Figuren
mit Leben.
Auf einem Spaziergang durch den Park begegnet man der Statue Fürst
Árpáds und einer Reihe von ungarischen Königen, mongolischen Jurten,
in deren Innerem sich das Zusammenwirken von Mensch und Natur spiegelt, und
einem Freilicht-Dorfmuseum, das man
gemächlich durchwandern sollte. Hier gibt es Bauernhäuser und Scheunen mit
Paprikazöpfen, ein altes Postamt, eine Schule und einen Kram-Laden, wo man Schnürsenkel,
Gewürze und Süßigkeiten noch offen und stückweise erhält wie in alten
Zeiten. Im Weinkeller des Dorfes in einem typischen Paprikahaus aus Szeged, gibt
es ungarische Gerichte und lokale Weine zu verkosten. Auch die alten ungarischen
Haustierrassen kann man hier bewundern.
Eine Csárda lädt zur Stärkung bei
Schlachtplatte und Lángos ein, jene flaumigen Originale, die mit unseren
Jahrmarktserzeugnissen absolut nichts gemein haben.
Von April bis Oktober finden
zahlreiche Veranstaltungen im Freien statt. Picknicks, Gulaschkochen,
Reitershows, Kutschenfahrten, Folkloreprogramme, Anglerwettbewerbe, Bogenschießen,
und vieles mehr statt. Spezielle Programme gibt es natürlich auch für Kinder,
außerdem kann man auf einem Trimm-Dich-Pfad seine Fitness testen, ausgedehnte
Wanderungen unternehmen, und gegen Voranmeldung Familienfeste, Firmenfeiern,
Seminare und Tagungen organisieren lassen.
|
derzeit
kein Hotel im Angebot |
Alle Informationen vorbehaltlich Änderung ohne vorherige Bekanntmachung